In meinen Bildern und Produkten stecke ich mit Haut, Herz und Haar. Ich habe tatsächlich 23 Fakten gefunden, die ich noch nicht veröffentlich habe. Siehst du den roten Faden und wie sich mein Erfahrungsschatz auf meine Arbeit auswirkt?

Den Menschen und seine Arbeit kann man vielleicht trennen, doch gesund ist das für mich nicht. Dort wo wir arbeiten, bringen wir auch immer unsere Geschichte mit. Im besten Falle bereichert diese unseren Arbeitsplatz und wir können viele von unseren Erfahrungsschätzen einbringen.

Dies ist ein Beitrag zur  Blogparade von Birgit Schultz „24 Fakten, die Du noch nicht über mich wusstest“

Meine Liste:

1. The best Pott-Cleaner

oder auf deutsch: Die beste Topfschrubberin. Diesen Titel bekam ich mit 9 Jahren im Urlaub in Finnland verliehen. Ich schaffte es, einen total angekokelten Topf wieder sauber zu schrubben.

2. „Kaselow“ und ich

„Kaselow“ hieß der Laden um die Ecke: Zauberkugeln, Knisterpulver, Slush Puppie, Petzi-Bücher und FEDERTASCHEN. Ein Schreib- und Spielwarenladen, den ich total geliebt habe. Ganz besonders die Federtaschen. Ich liebe – wie könnte es anders sein – immer noch Stifte und edle Schreibwaren. Den Laden gibt es heute übrigens immer noch.

3. Texte abgetippt mit 10

Das Schreiben hat es mir schon früh angetan. Ich muss in etwa 10 Jahre alt gewesen sein, als ich eine Reise-Schreibmaschine geschenkt bekam. Dort habe ich vor allem viele Texte abgetippt. Selber geschrieben habe ich in meinem Tagebuch.

Meine alte Schreibmasachine.

4. T-Shirts bemalt mit 16

Für mich, meine Oma und Freunde: Ich sehe mich heute noch an meinem Schreibtisch sitzen. Die Stoffmalfarbe vor mir und natürlich das T-Shirt, das ich bemalen wollte.

5. Miss Maple und eine Tasse Tee

Irgendwann ging es mit der Tea-Time los: Ich hatte einen alten Sessel bekommen. Fehlte nur noch ein guter Krimi und eine Tasse Tee. Vorzugsweise Miss Marple und Hercule Poirot. Ich liebe Krimis. Da das Leben inzwischen aufregend genug ist, lese ich allerdings weniger.

6. Hörspiel, Werbeanzeige, Theater AG

Ich habe mich lange gefragt, was während der Schulzeit wirklich mein Herz berührt hat. Bei meinem Deutschlehrer bin ich gleich drei Mal fündig geworden: Seine Theater-AG, das Hörspiel, das wir entwickeln durften und die Werbeanzeige. Damals noch auf „Matritzenpapier“, damit er unsere Werke vervielfältigen konnte. Kennst du das noch? Es war graues Papier, die Schrift später lila. Die Vorlage wurde durch so eine Maschine genudelt und heraus kam das etwas nach Alkohol riechende Arbeitsblatt. Danke, Herr Scheller!

7. Auswendig lernen kann ich nicht

Ich war ein hoffnungsloser Fall: Wenn es in Klassenarbeiten darum ging, auswendig gelerntes Wissen wiederzugeben, scheiterte ich. Ich habe einige Fünfen eingefahren. Nur die Angst, nicht versetzt zu werden, öffnete scheinbar eine Ecke in meinem Gehirn, sodass ich mir das nötigste merken konnte. Ich bin einfach ein praktisch veranlagter Mensch, der die Dinge beGREIFen möchte. So produzierte ich regelmäßig Fünfen – vor allem in Geographie und Geschichte. Der Grundstein des Wissens war gelegt, welche Methoden in der Schule nicht funktionieren.

8. Gnubbelnasen

So hießen meine Figuren ohne Körper. Inspiriert hatte mich meine Sitznachbarin in der Schule. Sie hat mir allerdings vorgeworfen, ich würde ihre Ideen klauen. Dabei fand ich ihre Figuren damals viel cooler: Die hatten nämlich einen Körper. Meine Gnubbelnasen-Männchen konnten nur nach rechts gucken und endeten mit dem Ausschnitt eines Hemdes oder T-Shirts.

9. Wirtschaft war Prüfungsfach im Abi

Ein ehemaliger Banker unterrichtete uns in Wirtschaft. Das war sehr lebensnah und spannend. Bei ihm wusste ich immer, dass er erlebt hat, wovon er spricht.

10. Ballett, Jazz-Dance und Afrikanischer Tanz

Mit 18 Jahren fing ich an Ballett zu lernen. Ich hatte das große Glück eine Lehrerin zu finden, deren älteste Schülerin über 80 war. Angefangen hatte diese auch mit über 80. Durch sie lernte ich, dass es nie zu spät ist, zu tanzen. Neben Ballett kamen Jazz-Dance, Modern Dance und später auch afrikanischer Tanz dazu.

11. Eisverkauf auf dem Jahrmarkt

Schon mit 13 hatte ich meinen erste Nebenjob und trug Zeitungen aus. Nach dem Abitur jobbte ich bei Schaustellern auf Jahrmärkten und verkaufte Eis: Auf dem „Bremer Freimarkt“ zum Beispiel. Meine liebste Erinnerung: Die zwei Affen der Geisterbahn gegenüber. Einen Teil ihres Gesprächs kenne ich jetzt noch auswendig: „He, kleiner Affe du, halt bloß deine Klappe du. Sonst komme ich gleich rüber und brate dir eins über….“ (10 Minuten Dauerschleife)

12. Ich habe kein Grafik-Design studiert

Ich war in Kiel bei einer Mappenberatung. Eingeschüchtert schaute ich auf all die tollen realistischen Bleistiftzeichnungen, von denen mein Können weit entfernt war. Ich wartete bis viele gegangen waren, um meine Mappe doch noch vorzuzeigen. Der Dozent schaute auf eine „Schmiererei“ und sagte: „Das hier hat Potential.“
Heute verstehe ich, was er gesehen hatte: Die „Schmiererei“ kam direkt von Herzen, während alle anderen Bilder „Kopfkonstrukte“ waren.
Ich entschied mich gegen ein Studium. Ich konnte mir nicht vorstellen, kommerziell zu zeichnen, also im Auftrag einer Werbefirma. Im Auftrag meiner Seele – unbedingt!

13. Ich bin keine Ärztin geworden

Während des Abiturs spukte mir kurzfristig im Kopf herum, ich könne Pathologin werden. Ich meldete mich also zum Medizinertest an und machte auch einen Lehrgang zur Schwesternhelferin. Doch das war nichts für mich. Auf dem Weg zum Test klemmte ich mir einen Nerv ein und konnte mich beim Schreiben kaum rühren.

14. Tanz – und Trommelkurse in Ghana

Nach dem Abitur wollte ich in die Entwicklungshilfe gehen. Nach Afrika. Während meiner Recherche stieß ich auf ein Zentrum, das Tanz- und Trommelkurse anbot. Da war es um mich geschehen. Es war eine großartige Gelegenheit Land und Menschen in Ghana kennenzulernen. Mein Lieblingsgericht: Fufu.

15. Referendariat: Lieber durchfallen als mich verbiegen

Mein beruflicher Werdegang führte mich zunächst durch das Studium (Kunst und Deutsch als Zweitsprache auf Lehramt). Darauf folgte das Referendariat. Bisher habe ich noch keine Lehrerin kennengelernt, die diese Zeit in guter Erinnerung hat. Zur Halbzeit, zur Höchstphase des Irrsinns in der Ausbildung, entschloss ich mich: „Lieber falle ich durch, als mich zu verbiegen.“ Entweder bin ich als Lehrerin authentisch, oder ich kann den Beruf nicht ausüben. Ich hab trotzdem bestanden.

16. Sprecherausbildung

Vor fast 7 Jahren machte ich eine Ausbildung zur Sprecherin. Ich liebe es, vorzulesen und die Stimme einzusetzen.

17. Darstellendes Spiel

Auch eine Fortbildung im Darstellenden Spiel (Theater) für Lehrer machte ich mit. Heute schlüpfe ich etwas anders in verschiedene Rollen: Nämlich über meine Figuren, die ich zeichne. Es sind für mich in „dreidimensionale“ Wesen, die eine Geschichte erzählen können.

18. Als Clownin hab ich bei einer Marketing Aktion für eine Joghurt-Firma mitgemacht

Auch das Clownsspiel habe ich etwas gelernt. Und hab mich damit sogar mal bei einer Marketing Aktion für Joghurt beworben. Über das Internet wurde abgestimmt. Die ersten 10 wurden zum Kameradreh eingeladen. Das war eine großartige Erfahrung.

19. Musical Workshops

Zwei Mal war ich dabei: Die Ü40 Musical Kurse der StageSchool in Hamburg. Eine Woche voller Power, Adrenalin, Kreativität und Freude.

20. Computer Anfang der 90er

Meine Affinität zu Computern begann früh: Es muss ca. 1990 gewesen sein, als mein Vater den ersten bei uns zu Hause aufstellte.

21. Ich wollte mein Studium abbrechen, um eine Ausbildung in der Druckerei zu machen.

Die letzten Jahre meines Studiums (äh ja, noch ein Fakt: ich habe etwas lange studiert) finanzierte ich mir mit einer Halbtagsstelle in einer Druckerei: schneiden, falzen, kleben, packen, zusammentragen, ausliefern. Manchmal durfte ich auch am alten Tiegel stehen und Briefumschläge bedrucken.

22. Wenn nichts geht: Schokoladenpudding

Mein absolutes Wohlfühl- Trost- Ritual: Schokoladenpudding kochen. Echten natürlich.

23. Kleidung für die Barbie

Spannender als die Kleider von der Stange: Als Kind nähte ich meiner Barbie ein paar Kleidungsstücke – an der Nähmaschine.

Erkennst du auch in deinem Leben den roten Faden?

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