Sag es weiter:

Im Rhythmus der Erde

Ab heute lebe ich von meinen Ressourcen. Da ich mit all zu dogmatischen Vorhaben nicht gut zurechtkommen, möchte ich die verbleibenden Tage des Jahres so verbringen:

Meine Fragen

Wenn ich etwas kaufen will, frage ich mich: „Gibt es eine Alternative?“

Wenn ich etwas wegschmeiße, frage ich mich: „Ist es wirklich Müll?“

Auch in meiner Selbstständigkeit werde ich es so handhaben (huah…): Keine neuen Produkte. Noch ist Tinte im Drucker, dort etwas drucken läuft also (ich fürchte nur nicht so lange…)

Der Anlass

Anlass für diesen Entschluss war der „Erdüberlastungstag“ am 29. Juli 2019. Was das ist, kannst Du hier nachlesen.
Ziel ist es, bis zum Jahresende Ressourcen zu nutzen und zu schonen, etwas, was vielleicht schon längst Deine Gewohnheit ist. Mein Wunsch ist in erster Linie achtsamer zu sein. Dabei darf es dennoch spielerisch und leicht sein. Es geht mir nicht um ein Handeln aus Angst oder Moral, sondern um Klarheit.

Was bedeutet das für Dich, wenn Du etwas bei mir kaufst?

  • Ware, die ausverkauft ist, produziere ich in diesem Jahr nicht mehr nach.
  • Wenn die „schönen“ Umschläge alle sind, nutze ich „alte“.
  • Wenn Du mir ein Bild zum Malen in den Auftrag gibst, arbeite ich ab heute analog und werde es nicht als FineArt drucken lassen.

Oha. Ich bin gespannt. Meine Kreativität klatscht in die Hände. Vermutlich darf ich des öfteren um die Ecke denken.
Leitfrage zum Kaufen

Meine Leitfragen:

Wenn ich etwas kaufen möchte:

  • Gibt es eine Alternative?
  • Wenn Nein: 
- Wie ist es verpackt?
  • Gibt es das gleiche ohne Verpackung?
  • Woher kommt es?
  • Muss es sehr weit angeliefert werden?
  • Gibt es einen kürzeren Weg?
  • Wie „werde ich es wieder los“, wenn ich es nicht mehr haben will?
  • Wie muss es entsorgt werden?
  • Zerfällt es oder bleibt es?
  • Mag ich es wohl in fünf Jahren noch?
  • Welche Lebensdauer kann ich erwarten?
  • Lebt es länger als ich? (Zum Beispiel Plastikbehälter)

Wenn ich es nach all den Fragen noch kaufen will und Freude daran haben, dann let´s go.

Wenn ich etwas wegschmeißen möchte

  • Sicher?
  • Kann ich es anderweitig verwenden? Denke um die Ecke!
  • Kann ich es aufpumpen, pflegen, reparieren?
  • Wie wurde es hergestellt?
  • Was steckt drin? H20, CO2, kWh, Liebe…

Vermutlich werde ich viele Fragen nicht beantworten können. Das ist ok. Am Ende des Jahres wird es vielleicht anders sein. Es ist ein Experiment. Bist Du dabei?

Stell Dir eine Skala von 1 bis 100 vor. Wie achtsam bist Du? Wie sehr ist es schon Deine Gewohnheit? Bei mir gibt es da noch etwas Luft nach oben.