In Filmen gibt es sprechende Tassen, Tiere, Kobolde – doch wie kann Kunst unserem Alltag Magie einhauchen und unsere Phantasie beflügeln?

Bis heute fasziniert mich die Frage: Wie kann Kunst für uns alle lebendig werden? Was mehr ist möglich für Besucher? Wie können sie einbezogen werden? Wie finden sie ihr Eigenes in der Arbeit der Künstler anstatt sich „nur“ die Gedanken und Entstehungsprozesse der Künstler erzählen zu lassen?

Zerrissen zwischen meiner Sehnsucht als Künstlerin zu leben und dem Wunsch nach Sicherheit, beendete ich 2004 mein Studium auf Lehramt mit den Fächern Deutsch als Zweitsprache und Kunst.

Im Sommer 2017 entstand „Lotte“. Neben meiner Tätigkeit als Lehrerin begann ich zu zeichnen. Was ich zunächst als „Figur-01.jpg“ bezeichnete, entwickelte sich auf einmal zu einer Art lebendigem Wesen: Lotte. Ich sah sie beim Kaffee trinken und beim Telefon. Über Social Media teilte ich die ersten Bilder. Nach und nach entwickelte sich eine kleine Fan-Gemeinschaft, die „Lotte“ in ihr Herz schlossen und anfingen, mit ihr zu kommunizieren. Lotte zaubert Lächeln in Gesichter, weckt das innere Kind, ermutigt, anders zu denken.

Genug vom Vernünftig sein?

Meine Tools

Seit 2016 begleitet mich das iPad, der Apple Pencil und die App procreate. Noch in meiner Toolkiste sind zur Zeit Bleistifte, Buntstifte, Fineliner, Pastellkreide, mein Scanner, iMovie, garage band… „Mixed Media“ also Projekte, die mehrere Medien verbinden, finde ich faszinierend.

Mein liebstes Buch

„Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron verliert inzwischen seine Seiten, so oft habe ich darin gelesen, wichtige Stellen markiert und an den Rand gekritzelt. Seit 2003 begleitet es mich.

Inspiration

Früher war es Picasso. Sein Blick auf die Welt hat mir erlaubt, das Leben anders zu sehen. Meine Vorliebe für Quadrate geht auf Dieter Roth zurück. An den klaren Linien ist vermutlich auch Picasso „Schuld“ oder Paul Klee. Die abstrakten Malereien entstehen einfach so, aus der Freude an Farben. Gleichzeitig sind sie eine Brücke in die innere Welt jenseits des Verstandes.

Mein Warum

Auch wenn die Motive vielfältig sind, es gibt immer nur ein „Warum“: #einfachSein. Erst viel später suche ich nach Worten und Konzepten. Wenn wir Wörter hören, haben wir automatisch Bilder im Kopf. Wenn wir Bilder sehen, hat unsere eigene Stimme Raum. Wir brauchen ihr nur zuzuhören.

Ein paar Fakten

Ich habe…

…als Kind hingebungsvoll Walt Disneys Figuren mit Butterbrotpapier abgepaust.

…in der Grundschule das erste Mal bei einem Malwettbewerb gewonnen 

…eine Theaterfortbildung absolviert sowie mehrere Clownskurse und Musical-Workshops.

…2016 mein erstes Buch „Schritte ins Herz“  veröffentlicht

…über zehn Jahre als Lehrerin gearbeitet. Davon acht an einer Grundschule.